Staubsauger ohne Beutel

Staubsauger – Von der Idee zum Hit

Die ersten Staubsauger wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut. Damals gab es keine Elektroantriebe, die wie heutzutage üblich an beinahe jedem Ort eingesetzt werden konnten. Deshalb waren diese ersten Geräte mit Blasebälgen, Kurbeln oder Hebeln ausgestattet. Der Unterdruck, manchmal war es auch ein Überdruck, wurde rein mechanisch erzeugt.

Bei der Reinigung eines Eisenbahnwaggons, welche mit Pressluft ausgeführt wurde, kam Cecil Booth, ein englischer Ingenieur, auf die Idee, die Luft durch einen Filter anzusaugen und auf diese Weise den Staub zu binden. Das war die Geburtsstunde des ersten motorbetriebenen und mit einem Filter ausgestatteten Staubsaugers. Damals waren es jedoch noch wahre Ungetüme, die auf Pferdewagen durch die Gegend gefahren wurden.

Der Verdienst, die Staubsauger auf eine im Wortsinn handliche Größe geschrumpft zu haben, gebührt dem englischen Hausmeister James Murray Spengler. Aus einem Sack, einem Ventilator, einem Stück Schlauch und einer Bürste baute er das erste haushaltsgerechte Staubsaugermodell. Die Firma Hoover entwickelte später dieses Prinzip nach dem Verkauf der Rechte an dieselbe weiter.

Das Konstruktionsprinzip aus Ansaugen und Filtern hat sich bis zu unseren modernen Staubsaugern bewahrt. Lange Zeit setzte man auf Filter aus Papier und Textilien, obwohl es schon früh eine andere Technologie gab. James Dyson kombinierte in den achtziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts die in der Industrie längst bekannte Technologie des Fliehkraftabscheiders mit dem Saugprinzip des Staubsaugers und entwickelte den ersten Staubsauger ohne Beutel. Das 1990 auf den Markt gebrachte Modell wurde ein Erfolg und ermöglichte ihm die Weiterentwicklung dieser Technik. Trotz der Skepsis der auf dem Markt etablierten Hersteller wuchs die Nachfrage dermaßen rasant an, dass die Firma Dyson bis zum Jahr 2006 zum Marktführer für Staubsauger in den USA wuchs.

Heute bieten weltweit viele Hersteller Staubsauger ohne Beutel an und die Technologie ist inzwischen so weit entwickelt, dass diese Modelle sogar im Preis mit den herkömmlichen beutelbestückten Geräten konkurrieren. Staubsauger sind unentbehrlich geworden. Haushalte, in denen diese Helfer nicht zu finden sind, würde man wahrscheinlich sogar als ungewöhnlich betrachten, so gewöhnlich sind diese Geräte bereits durch die alltägliche Begegnung geworden. Es ist vielleicht diese Alltäglichkeit, die uns davon abhält, einmal genauer nachzusehen, was hinter dem Staubsauger ohne Beutel steckt. Dass sie den Staub entfernen und damit reinigen, das ist bekannt. Aber wissen sie auch, wie das funktioniert?


Wie macht der das?

Das Grundprinzip eines Staubsaugers ist einfach und offensichtlich. Das Gerät saugt Luft ein und damit auch den Staub, der sich im Laufe der Zeit auf allen Oberflächen absetzt. Und dann? Was passiert mit dem Hausstaub, nachdem er vom Staubsauger verschluckt wurde?

Die Geräte mit Beutel leiten die staubbelastete Luft durch einen Filter, in dem der Hausstaub hängen bleibt. Das sind die bekannten Staubbeutel, die man auf den Müll wirft, wenn die Saugkraft des Staubsaugers nachlässt. Andere Geräte kommen ohne diese Beutel aus. Doch auch sie müssen auf irgendeine Weise den Staub von der Luft trennen. Die Technologie, welche das kann, ist die des Fliehkraftabscheiders.


Die Zyklontechnologie – Staubsauger ohne Beutel und mit pfiffiger Technik

Genau wie alle anderen Staubsauger saugt auch ein Staubsauger ohne Beutel die Luft durch einen Unterdruck ein. Damit werden die Staubteilchen mit dem Luftstrom mitgerissen und gelangen in den sogenannten Fliehkraftabscheider. Dieses, auch als Zyklon bezeichnete Gerät, beschleunigt und verwirbelt die eingesaugte Luft. Da alle Staubteilchen, so klein sie auch sein mögen, eine Masse haben, werden sie durch die auftretenden Fliehkräfte beim Verwirbeln nach außen gedrückt. Dieser Effekt trennt die saubere Luft im Zentrum des Zyklons vom Hausstaub in den äußeren Bereichen dieses Gerätes.

Staubsauger ohne Beutel - Fliehkraftabscheider
Fliehkraftabscheider

Staubsauger ohne Beutel mit Einfachzyklon

Bei einfachen Konstruktionen, sogenannten Einfachzyklonen, besteht dieser Abscheider aus einem konusförmigen Bauteil, in welchen die angesaugte und mit Staubpartikeln geladene Luft seitlich eingeleitet wird. Die saubere Luft strömt im Zyklon nach oben und wird abgesaugt. Die Staubpartikel bewegen sich aufgrund ihrer Masse entlang der Wand des Konus nach unten und werden schließlich in einem Sammelbehälter aufgefangen.

In vielen Systemen erfolgt dieses Auffangen ohne weitere technische Vorkehrungen. Einige Staubsauger ohne Beutel haben hier jedoch einen Wasserfilter installiert. Die Staubteilchen fallen dabei nicht in einen trockenen Behälter, sondern buchstäblich ins Wasser. Beim Auskippen des Staubbehälters hat man dabei den Vorteil, dass der Staub nicht mehr aufwirbeln kann.

Das System funktioniert im Allgemeinen recht effektiv, doch es funktioniert nur, wenn die Staubpartikel groß genug sind. Feinstaub, der eine wesentlich kleinere Masse je Partikel aufweist, wird mithilfe eines Trennfilters aus der Luft entfernt. Diese sind meistens aus Papier und haben den Nachteil, dass sie ebenso verschmutzen und die Saugleistung vermindern wie es die herkömmlichen Staubbeutel getan haben. Sie zu reinigen bedeutet, den Filter ausbauen und anschließend unter fließendem Wasser zu spülen. Vor dem erneuten Einsetzen muss der Filter erst einmal trocknen, da das Wasser die Poren des Papiers verschließt und der Filter in diesem Zustand nicht mehr durchlässig ist. Der Staubsauger ist in dieser Zeit demzufolge nicht benutzbar, es sei denn, man lagert irgendwo einen Ersatzfilter, auf den man zurückgreifen kann.

Um diesen Nachteil zu beseitigen, wurde in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts ein Mehrfachzyklon von der Firma Dyson entwickelt, das sich inzwischen zum Stand der Technik gemausert hat.


Staubsauger ohne Beutel mit Mehrfachzyklon

In seiner Funktionsweise ist ein Mehrfachzyklon nicht anders als der einfache Zyklon. Zuerst werden durch Verwirbelung die großen, massereichen Staubpartikel vom Luftstrom getrennt. Anschließend leitet man diesen vorgereinigten Luftstrom in mehrere kleinere Zyklone, welche durch noch stärkere Verwirbelung die feinen und feinsten Partikel aussortieren. Je mehr Zyklonstufen in einem Staubsauger hintereinander geschaltet sind, desto wirkungsvoller ist das System. In den besseren Modellen dieser Staubsauger wird nicht einmal der Filter für den Feinstaub benötigt. Seit einigen Jahren werden Mehrfachzyklonsauger zu einem erschwinglichen Preis von mehreren Firmen angeboten.


Wasserfilter – der etwas andere Staubsauger ohne Beutel

Ein etwas anderes technisches Konzept ist die Verwendung von Wasser als Filter. Der große Vorteil dieser Technologie ist die Fähigkeit, auch nassen Schmutz von einem Textilboden saugen zu können. Nur in seltenen Fällen kommen in solchen Staubsaugern noch Filter zum Einsatz, deshalb brauchen diese nicht gewechselt oder gereinigt zu werden.

Beim Staubsauger mit Wasserfilter wird die Luft durch ein Wasserbad hindurch angesaugt. Die Filterwirkung entsteht, indem sich ein Luftkanal im Wasser bildet, an dessen Rand die massereicheren Staubpartikel vom Wasser gebunden und abgesetzt werden. Diese Technologie ist wie die Zyklontechnologie effektiv in Bezug auf massereiche Partikel. Durch den Luftkanal im Wasser wird jedoch Feinstaub widerstandslos mitgerissen. Um diesen ebenfalls aus dem Luftstrom zu entfernen, wird ein Filter oder ein Separator hinter das Wasserbad gesetzt.

Ein Separator, ein sich mit hoher Geschwindigkeit drehender Rotor, versetzt die staubbeladene Luft über einem Wasserbad in eine Drehbewegung. Dabei strömt diese mehrfach verwirbelt über die Wasseroberfläche und die mitgeführten Staubpartikel werden in das Wasser geschleudert. Dort wird der Feinstaub gebunden und setzt sich ab. Im Allgemeinen sind Wasserstaubsauger mit Separatoren teurer als Multizyklonstaubsauger, jedoch gibt es kaum effektivere beutellose Staubsauger als diese.

Staubsauger mit Wasserfilter
Seperator mit Wasser

Wasserstaubsauger ohne Separator arbeiten mit Filtern, um den verbleibenden Feinstaub von der Luft zu trennen. Diese müssen demzufolge auch gereinigt werden, meistens sogar nach jedem Saugvorgang. Ihr Vorteil schlägt sich in einem etwas reduzierten Preis des Gerätes nieder.

Staubsauger mit Wasserfilter müssen grundsätzlich nach jedem Gebrauch entleert werden. Wenn der eingesammelte Staub im feuchten Inneren des Gerätes verbleibt, droht die Bildung von Schimmel und damit eine Verkeimung des gesamten Gerätes. Andererseits haben sie einen unschätzbaren Vorteil gegenüber anderen Geräten, indem sie sogar Gerüche aus dem Luftstrom herausfiltern. Für Allergiker wird dagegen eher der Vorteil der Effektivität zählen. Insbesondere Wasserfiltergeräte mit Separator lassen kaum etwas übrig, das noch Allergien auslösen könnte.


Der Vergleich: Sind Staubsauger ohne Beutel gut oder nicht?

Energieverbrauch

Eines haben alle Staubsauger gemeinsam: Sie verbrauchen Energie, und einige davon saugen sogar eine Menge davon aus dem Stromnetz. Dabei ist der Energieverbrauch kein Kriterium um die Güte eines Staubsaugers zu beurteilen, im Gegenteil. Ein hoher Energieverbrauch sagt nur etwas über die Größe des im Gerät verbauten Elektromotors, jedoch noch nichts über die Kraft, mit der das Gerät am Staub saugt. Denn die Leistung des Motors muss im Staubsauger in Saugkraft umgewandelt werden und das ist bei einigen besser, bei anderen schlechter gelöst.

Genau an diesem Punkt wird ein großer Vorteil des beutellosen Staubsaugers sichtbar. Ein verschmutzter Beutel reduziert die Saugleistung. Wenn es jedoch keinen Beutel gibt, der verschmutzen könnte, kann sich die Saugleistung nicht reduzieren. Ein Staubsauger ohne Beutel saugt aufgrund seiner Konstruktion stets mit uneingeschränkter Saugleistung. Auch ein randvoll mit Hausstaub gefüllter Behälter ändert nichts daran. Aus dieser Überlegung ergibt sich eine sehr gute Vergleichsmöglichkeit für Staubsauger im Allgemeinen: Die Saugleistung. Gemessen wird diese in Millimeter Wassersäule (mmWS), einer Maßeinheit für den Druck. Leider veröffentlichen die Hersteller diese Größe selten für ihre Geräte, aber in guten Tests kann man sie durchaus finden.


Geruchsbildung

Ein weiterer Vorteil ist, dass bei beutellosen Staubsaugern der Hauptgrund für schlechten Geruch entfällt, nämlich der Beutel. In den von papiernen Beuteln zusammengepressten Staubklumpen vermehren sich Bakterien und Pilze sehr schnell. Sie sind es, die für den schlechten Geruch der Beutel verantwortlich sind. Das Material der Staubsaugerbeutel tut ein Übriges dazu. In der Regel ist es hygroskopisch, also Wasserbindend, und sorgt auf diesem Wege für eine noch rasantere Vermehrung der Bakterien.


Kosten für Staubbeutel

Staubsaugerbeutel kosten auch Geld. Nicht viel, zugegeben, dennoch bezahlen sie für jeden einzelnen Beutel, den sie in den Müll werfen. Haben sie schon einmal über die Jahre nachgerechnet, wie viel Geld sie dabei fortwerfen?

Nehmen wir an, dass in einem durchschnittlichen Haushalt etwa eine Packung Staubbeutel in jedem Jahr verbraucht wird. Eine Suche nach diesem Produkt gibt uns einen eher unterdurchschnittlichen Preis von etwa fünfzehn bis zwanzig Euro für eine Packung mit zwanzig Beuteln. Genau diesen Betrag würden sie sparen, und zwar Jahr für Jahr. Doch es kommt noch eine Kleinigkeit dazu. Sie verbrauchen weniger Energie, da die Saugleistung eines Staubsaugers ohne Beutel nicht nachlässt, wenn der Beutel voll ist. Und sie sparen eine Kleinigkeit im Haushaltsmüll ein. Es sind keine großen Summen, doch es summiert sich über die Jahre. Allein in Deutschland gehen jährlich Staubbeutel für 220 Millionen Euro über den Ladentisch! Aber warum sollte man sein Geld auf den Müll werfen, wenn es andere Möglichkeiten gibt?

Bei einem beutellosen Gerät wird dagegen nur das weggeworfen, was auch auf den Müll gehört: der Dreck nämlich. Staubsaugerbeutel kosten ihr Geld, Energie und Rohstoffe für die Herstellung und das nur, damit sich am Ende die Müllabfuhr damit beschäftigt. Ein Staubsauger ohne Beutel hat demzufolge den Vorteil, ihr Geld, Rohstoffe und die Umwelt zu schonen.


Nachteile

Selbstverständlich hat ein beutelloser Staubsauger nicht nur Vorteile. Ein Licht, das keinen Schatten wirft, gibt es nicht. Auch manche Staubsauger ohne Beutel haben Filter, die Motorluft und Abluft von Staubpartikeln befreien. Diese müssen nach wie vor von Zeit zu Zeit ersetzt werden. Da diese Filter die Abluft reinigen, die anschließend wieder zurück in die Raumluft geblasen wird, ist dies ein beachtenswerter Punkt insbesondere für Allergiker. Einzig die Staubsauger mit Wasserfilter und Separator punkten in dieser Beziehung nahezu vollständig. Diese Geräte sind zwar teurer in der Anschaffung, bieten jedoch dafür eine Saugleistung, die ihresgleichen sucht.

Das Entleeren des Behälters eines beutellosen Staubsaugers ist ebenfalls keine feine Angelegenheit. Den Dreck so offen in den Müll oder in die Toilette zu kippen ist nicht jedermanns Sache. Ein Staubsaugerbeutel bietet da eine saubere und anfassbare Sache, die man im Paket einfach fallen lassen kann. Aber wenn man einige Behälter geleert hat, weiß man auch, wie diese anzufassen sind, ohne dass es schwappt und staubt.


Für wen lohnt es sich?

Ja, für wen lohnt sich also ein Staubsauger ohne Beutel? Die Antwort ist ganz eindeutig: Allergiker. Jeder der mit Staub- oder Pollenallergie kämpft, hat mit kleinsten Partikeln zu tun, welche der Wind über alle Flächen und in alle Ritzen verteilt. Ein guter und leistungsfähiger Staubsauger hilft, diesen Feinstaub wirksam zu bekämpfen. Besonders wenn es sich dabei um Modelle handelt, welche den Staub nicht nur irgendwo lagern, sondern ihn auch aktiv binden, wie es beispielsweise die Modelle mit Wasserfilterung tun.

Staubsauger ohne Beutel für Alergiker
Hausstauballergie

Die zweite große Zielgruppe sind diejenigen, welche größere Wohnflächen zu reinigen haben. Ein großer Staubsauger benötigt nun einmal entweder einen großen Beutel oder ein großes Volumen, wo er den Staub hineinsaugen kann. Da Beutel besonders bei größeren Geräten teurer sind und außerdem größere Geräte ohnehin effektiver mit Zyklon oder Wasserbad arbeiten als mit Staubbeuteln, liegt auch hier die Antwort auf der Hand.

Im Bereich der Industrie- und Werkstattsauger gibt es zwar Modelle, die mit einem Beutel arbeiten können, doch eine derart feine Filterung ist bei diesen eher unüblich. In einer Werkstatt fällt besonders massereicher, grober Staub an, der in Behälter eingesaugt und anschließend entsorgt wird. Also auch dies ist etwas für einen Staubsauger ohne Beutel.


Die Kostenfrage

Die Kostenfrage spielt bei der Anschaffung eines Staubsaugers natürlich ebenfalls eine große Rolle. Was darf ein beutelloser Staubsauger kosten?

Um es ganz kurz zu machen: Staubsauger ohne Beutel beginnen bei 200 Euro und nach oben gibt es keine Grenze. Beim genannten Einstiegspreis findet man ausnahmslos Modelle, die auf zusätzliche Filter für die Feinstaubpartikel setzen. Demzufolge handelt es sich dabei um Geräte mit einfachem Zyklotron. Höherwertige Technologie bekommt man erwartungsgemäß mit einem höheren Preis.


Bauarten

Fast für jede Bauart findet man heute auch eine beutellose Ausführung. Es gibt sie in allen Größen. Besonders unter den größeren der Großen, beispielsweise den Industriesaugern und Sauganlagen, finden sich verständlicherweise kaum welche, die mit Staubbeuteln arbeiten. Sie sind einfach zu groß für einen Beutel. Weniger augenfällig ist der Einsatz bei Handgeräten, doch auch unter den Handsaugern gibt es heutzutage schon Geräte, die ohne Beutel auskommen.


Bodenstaubsauger ohne Beutel
Bodenstaubsauger ohne Beutel

Der Klassiker: Bodenstaubsauger ohne Beutel

Bodenstaubsauger sind eine geradezu klassische Bauform. Man sieht sie meistens als Behältereinheit, welche auf Rollen verfahren werden kann und die an einem Saugschlauch hinterhergezogen wird. Diese Bauform gibt es seit mehr als hundert Jahren und kam bereits kurz nach der Erfindung der ersten Hausstaubsauger auf. Auch leistungsstarke Industriesauger sind in dieser Bauform üblich. Die Typenvielfalt der beutellosen Bodenstaubsauger ist mittlerweile unübersehbar groß geworden. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Zyklon- und Wasserfiltertechnik auf eine Größe gebracht worden ist, welche in einen heutigen Bodenstaubsauger integriert werden kann


Der Rüsselstaubsauger

Der Rüsselstaubsauger ist ein typischer Handsauger. Die Saugeinheit ist tragbar und mit einem Handgriff versehen. Ein oft flexibel gestaltetes Saugrohr mit Saugkopf vervollständigt das Design. Bei einigen kleineren Handsaugern kommen auch um Akkumulatoren oder Batterien zum Einsatz.


Der Stabstaubsauger

Beim Stabstaubsauger besteht das gesamte Gerät aus einem einzigen Gehäuse, in welches auch die meistens breite und schlitzförmige Ansaugöffnung integriert ist. Es ist vergleichbar mit dem Rüsselstaubsauger und ebenfalls als Handgerät konzipiert.


Kesselsauger – die Großen unter den Saugern

Hauptsächlich in der Industrie werden diese leistungsstarken Sauggeräte eingesetzt. Auch hier gibt es eine kaum überschaubare Zahl an Modellen, Ausführungen und Technologien. Beutellose Staubsauger sind ebenfalls in großem Maße vertreten.

Sie saugen trockenen und nassen Schmutz in Behälter ab etwa 20-30 Liter Fassungsvermögen. Auf eine Feinstaubfilterung wird bei derartigen, für den groben Schmutz gedachten Geräten weniger Wert gelegt. Schmutz- und Wasserabscheidung wird oft über einen Fliehkraftabscheider realisiert. Die größten Varianten findet man auf Fahrzeugen zur Straßenreinigung oder auf dem Bau, wo sogar der Erdaushub mit derartigen Saugern abtransportiert wird.


Fazit

Vom Dasein eines Nischenproduktes haben sich Staubsauger seit ihrer Erfindung im 19. Jahrhundert zu einem unentbehrlichen Gerät für jeden Haushalt entwickelt. Ihren Siegeszug traten sie in den fünfziger und sechziger Jahren gemeinsam mit anderen elektrischen Haushaltshelfern an.

Aus den anfangs einfachen Geräten wurden im Laufe der Zeit ausgefeilte Maschinen. Diverse Technologien wie Feinstaubfilterung, Wasserfilterung und das Zyklotron hielten den Markt seitdem beständig in Bewegung. Der Marktanteil der Staubsauger ohne Beutel liegt heute bei etwa fünfzig Prozent. Moderne Technologien und Werkstoffe haben diese Entwicklung möglich gemacht und sie ist keineswegs abgeschlossen.

Die modernen Staubsauger ohne Beutel sind preisgünstig geworden und ihre Effektivität steht außer Frage. In Zukunft, mit der Einführung weiterer Neuerungen, dürfte der Anschaffungspreis für derartige Geräte weiter sinken. Es gibt bereits einige Staubsaugertypen mit sehr einfachem Zyklotron für unter 200 Euro. Auf der anderen Seite bedeutet dies, dass die Effizienz dieser Geräte weiter gesteigert wird. Heute und auch in Zukunft werden beutellose Staubsauger ihren berechtigten Platz unter den vielfältigen Modellen der zahlreichen Hersteller behaupten.

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